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Wochenrückblick

Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom

13.07.2026 -19.07.2026

Weizen: Krieg sorgt für steigende Kurse

Der Weizenhandel an der Euronext verbuchte am Freitag weitere Gewinne. Der Frontmonat September legte um 5,25 Euro auf 234,75 Euro je Tonne zu. Damit summiert sich das Plus auf Wochensicht auf 18,50 Euro oder 8,55 Prozent. Auch an der CBOT setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Der September-Future gewann am Freitag 8 Cent auf 682,75 Cent je Bushel (219 Euro je Tonne). Im Wochenvergleich entspricht das einem Zuwachs von 42,50 Cent oder 6,64 Prozent. Russland griff in der vergangenen Woche weiter ukrainische Häfen und Handelsschiffe an, wobei es unter den Besatzungen Todesopfer gegeben hat. Die Ukraine setzte ihre Attacken auf Russland ebenfalls in unverminderter Stärke fort. Die Eskalation am Schwarzen Meer veranlasste Rohstofffonds, die an der CBOT auf fallende Preise wetteten, ihre Short-Positionen abzubauen. Die Deckungskäufe waren ein entscheidender Treiber für den Kursanstieg in der vergangenen Woche. An der Euronext waren die Fonds schon in der Woche bis zum 10. Juli von einer Short- zu einer Long-Position gewechselt. Es wächst die Befürchtung, dass der Getreideexport aus beiden Ländern leidet. Aktuell gibt es zwar weiter preisgünstige Angebote für Weizenlieferungen aus Russland und der Ukraine, das Handelsgeschäft ist aber weitgehend zum Erliegen gekommen. Für die Ukraine ist es nahezu unmöglich geworden, in den Tiefwasserhäfen Weizen zu verladen. In den russischen Häfen, die direkt am Schwarzen Meer liegen, werden laufende Geschäfte abgewickelt. Importeure zögern aber mit neuen Käufen. Unklar ist, ob Reedereien bereit sind, das deutlich gestiegene Risiko einzugehen. Händler erwarten eine Diversifizierung der Käufe, von denen die EU profitieren könnte.

Ölsaaten: Raps mit weiteren Zuwächsen

Die Raps-Futures an der Euronext zogen am Freitag weiter an, wobei der Frontmonat August die höchsten Gewinne verbuchte. Der meistgehandelte November-Future legte um 4,75 Euro auf 550 Euro je Tonne zu. Auf Wochensicht summiert sich das Plus damit auf 22 Euro oder 4,17 Prozent. An der CBOT stieg die November-Sojabohne am Freitag um 18 auf 1.203 Cent je Bushel (386 Euro je Tonne). Im Wochenvergleich entspricht das einem Zuwachs von 21,75 Cent oder 1,84 Prozent. Ein starker Anstieg der Rohölpreise sorgte in der vergangenen Woche für höhere Kurse für Raps und Sojabohnen an der Euronext und an der CBOT. Händler befürchten, dass die Eskalation der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran zu einem Krieg ausgeweitet werden könnte, der die Rohölversorgung durch die Straße von Hormus gefährdet. Rohöl schloss am Freitag auf einem Fünf-Wochen-Hoch. Zweiter bullischer Faktor ist die Lage am Schwarzen Meer. Probleme bei den Sonnenblumenölexporten Russlands und der Ukraine könnten zu einer Verschiebung der Nachfrage zum Rapsöl führen. Die Rapskurse an der Euronext stiegen auf den höchsten Stand seit mehr als 15 Monaten. Rapshändler in Europa beobachten die Ernte in Frankreich, Deutschland und Polen. In allen drei Ländern werden Einbußen befürchtet, da Hitze und Trockenheit den Beständen zugesetzt haben. Wie hoch die Ertragsausfälle tatsächlich sind, lässt sich derzeit aber noch nicht abschätzen.

Mais: Neues Laufzeithoch an der Euronext

Der Maishandel an der CBOT endete am Freitag mit Gewinnen. Der meistgehandelte Dezember-Future legte um 3,5 Cent auf 467,5 Cent je Bushel (161 Euro je Tonne) zu. Im Wochenvergleich entspricht das einem Zuwachs von 6,5 Cent oder 1,41 Prozent. An der Euronext stieg der meistgehandelte November-Future um 3,25 Euro auf ein neues Kontrakthoch von 247 Euro je Tonne. Auf Wochensicht summiert sich das Plus damit auf 8,25 Euro oder 3,46 Prozent. Die Mais-Futures an der Euronext stiegen am Freitag auf neue Laufzeithochs. Ein Grund für den festen Markt sind die befürchteten Ertragsausfälle in Europa, insbesondere in Frankreich. Mit Sorge wird aber auch die Ausweitung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine auf das Schwarze Meer beobachtet, wodurch die Maislieferungen der beiden Länder behindert werden könnten. Der Zustand der Maisbestände in Frankreich hat sich weiter verschlechtert, berichtete FranceAgriMer am Freitag. Am 13. Juli wurden nur noch 41 Prozent der Maisflächen mit „gut" oder „sehr gut" bewertet. Das sind 6 Prozentpunkte weniger als vor einer Woche und deutlich schlechter als die 72 Prozent vor einem Jahr. Auch in weiten Teilen Deutschlands, in Polen und in Ungarn leidet der Mais unter Trockenheit.

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