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Wochenrückblick

Marktentwicklung im Rückblick

Woche vom

02.03.2026 - 08.03.2026

Weizen: Deutliche Aufwärtsbewegung an der Euronext

Die Weizenfutures an der Euronext stiegen am Freitag auf den höchsten Stand seit August 2025. Der Krieg am Golf bleibt das beherrschende Thema. Der Mai-Future schloss am Freitag mit einem Plus von 6 Euro bei 208 Euro je Tonne. Der Wochengewinn stieg so auf 9,50 Euro (5,3 Prozent). An der CBoT machte der Mai 2026 einen Sprung um 33 Cent auf 616,75 Cent je Bushel (195 Euro je Tonne), was in der Wochenbilanz ein Plus von 26,25 Cent (4,2 Prozent) bedeutete. Der starke Anstieg der Ölpreise stützte den Weizenmarkt und sorgte an den Börsen für eine Rallye. Die Rohölsorte Brent wurde vor dem Wochenende zum ersten Mal seit April 2024 über 90 US-Dollar je Barrel gehandelt. Äußerungen des Energieministers von Katar, dass er bei einer Fortsetzung des Krieges davon ausgeht, dass alle Energieproduzenten am Golf innerhalb weniger Wochen ihre Exporte einstellen und die Ölpreise 150 US-Dollar erreichen werden, verunsicherten die Anleger zusätzlich. Europäischer Weizen profitiert auch vom schwächeren Euro. Der Referenzkurs der EZB fiel am Freitag auf den tiefsten Stand seit Ende November 2025. Die aktuell unsichere Lage führt dazu, dass Finanzinvestoren Short-Positionen decken, was die Kurse stützt. Es gibt aber auch schon konkrete Auswirkungen auf den Weizenmarkt. Die Golfstaaten sind ein wichtiger Lieferant von Stickstoffdünger, für den die Preise ebenfalls stark gestiegen sind. Dies könnte Landwirte dazu veranlassen, die Düngung zu reduzieren. Sollte der Krieg länger andauern, sind bei Düngemitteln Lieferengpässe möglich, was sich negativ auf die Weizenmenge und Qualität auswirken würde.

Ölsaaten: Angst um die Ölversorgung wächst

Steigende Rohölpreise ziehen den Rapsmarkt weiter nach oben. Sojabohnen steigen in Chicago auf neue Laufzeithochs. Der Raps-Frontmonat Mai legte am Freitag an der Euronext um 6,25 Euro auf 509,25 Euro je Tonne zu. Der Wochengewinn stieg so auf 22,25 Euro (4,5 Prozent). An der CBoT kletterte die Mai-Bohne um 21,5 Cent auf 1.200,75 Cent je Bushel (380 Euro je Tonne), was den Wochengewinn auf 30 Cent (2,7 Prozent) vergrößerte. Sojabohnen stiegen am Freitag an der CBoT auf den höchsten Stand seit Juni 2024. Treibende Kraft waren erneut die höheren Rohölpreise. Raps folgte den steigenden Sojabohnen. Die malaysischen Palmöl-Futures stiegen am Freitag auf den höchsten Stand seit vier Monaten. Der Mai 2026 stieg in der vergangenen Woche um 8,0 Prozent und verzeichnete den größten Wochengewinn seit November 2024. Palmöl ist derzeit das günstigste Öl im Vergleich zu seinen Konkurrenten Sojaöl, Rapsöl und Sonnenblumenöl und wird fast auf Augenhöhe mit den Dieselpreisen gehandelt.

Mais: Kurse ziehen weiter an

Auch beim Mais ist der Rohölmarkt die treibende Kraft. Die steigenden Preise für Stickstoffdünger geben zusätzliche Unterstützung. Der Mai-Future schloss am Freitag in Chicago mit einem Plus von 7 Cent bei 460,5 Cent je Bushel (156 Euro je Tonne). Der Wochengewinn stieg auf 25,6 Cent (5,9 Prozent). An der Euronext verbuchte der Juni 2026 einen Tagesgewinn von 3,75 Euro auf 205,50 Euro je Tonne, das waren 8,25 Euro (4,2 Prozent) mehr als in der Vorwoche. Die steigenden Rohölpreise machten Bioethanol aus Mais attraktiver, was den Markt auch direkt stützte. Die steigenden Preise für Stickstoffdünger könnten sich zudem im Frühjahr auf die Anbauentscheidungen der Landwirte auswirken. Sie könnten weniger Mais und mehr Sojabohnen anbauen. Die Düngemittelhersteller in Russland, dem weltweit größten Exporteur, werden nicht in der Lage sein, einen möglichen globalen Engpass im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran auszugleichen, da ihre Möglichkeiten zur Steigerung des Angebots begrenzt sind.

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